Tour de France – das härteste Radrennen der Welt

22. November 2011

Die Tour de France ist das härteste Radrennen der Welt. Genau genommen sind die einzelnen Etappen gar nicht schwieriger, als andere Rennen, wie zum Beispiel die Rennen in Italien oder Spanien.


Die Tour de France endet traditionell auf der Champs Élysées in Paris

Aber die Fahrer sind hier der Schlüsselpunkt, sie fahren härter, rasanter und gehen keine Kompromisse ein. Nicht zuletzt aus diesem Grund passieren auf der Tour de France vergleichsweise viele Unfälle. Bei diesem Rennen werden jedes Jahr die neuesten Fahrradteile und Komponenten der führenden Produzenten der Radsport-Industrie getestet und der Weltöffentlichkeit präsentiert.

Geschichte

1903 wurde die Tour gerufen, es war damals das erste so genannte Etappenrennen im Radsport. Die Idee war, mehrere Rennen durch ganz Frankreich gehen zu lassen, die direkt aneinander anknüpfen und bei denen auch die gefahrenen Zeiten addiert würden.

Die erste Tour begann damals in Montgeron in der Nähe von Paris, rund 60 Fahrer nahmen daran teil. Insgesamt wurden 2428 Kilometer zurückgelegt, Ziel war Paris. Zwischen den Etappen wurden Ruhetage eingelegt. Zwischendurch kam es in den nächsten Jahren sogar zu Skandalen, die in Ausschlüssen gipfelten.

So wurde zum Beispiel unerlaubt die Eisenbahn benutzt. In der Zeit des Ersten Weltkriegs wurden dann Tagesetappen von bis zu 400 Kilometer gefahren. Später wurde das Rennen als Tour der Leiden bekannt, als zusätzliche Etappen im Gebirge ausgetragen wurden.

Seit den 50er Jahren nun wird die Tour in der Art ausgetragen, wie sie heute bekannt ist. Die einzelnen Etappen wurden verkürzt, dafür die Gesamtstrecke aber verlängert. Ab 2005 zählte die Tour zur UCI ProTour und ist damit Bestandteil einer ganzen Serie von Radrennen. 2008 schied die Tour wieder aus dieser Serie aus und gehört seit 2011 zur UCI World Tour.

Die Tour de France 2012

Die einzelnen Etappen der Tour de France wechseln in jedem Jahr wieder. So wurde auch die Strecke für das Rennen 2012 in Frankreich neu festgelegt. Start ist in Liège, hier wird der so genannte Prolog gefahren. Dann folgt die erste Flachetappe am nächsten Tag, also am 1. Juli 2012. Sie führt über 198 Kilometer bis nach Seraing.

Eine weitere Flachetappe folgt bis nach Tournai, dann geht es im Mittelgebirge bis nach Boulogne-sur-Mer. Flach- und Mittelgebirgsetappen wechseln sich im Folgenden ab, dann folgt am 10. Tag die erste Hochgebirgstour. Sie führt von Macon aus nach Bellegarde-sur-Valserine und geht über eine Strecke von 194 Kilometern.

Am nächsten Tag geht es von Albertville aus nach La Toussuire bis nach Les Sybelles über 140 Kilometer durch das Hochgebirge. Am 19. Tag folgt das Einzelzeitfahren über 52 Kilometer von Bonneval nach Chartres und der letzte Tag, der 20. also, führt von Rambouillet nach Paris. Hier, auf der Champs Élysées, der Prachtstraße von Paris, ist der Zieleinlauf nach 130 Kilometern.

Die Reise zur Tour

Wer die Übertragung der Tour de France bereits im Fernsehen gesehen hat, weiß, wie begehrt die Zuschauerplätze entlang der Strecken sind. Vor allem der Bereich des Zieleinlaufs ist regelrecht überlaufen. Wer also einen guten Platz ergattern möchte, muss früh genug vor Ort sein.

Überhaupt zahlt sich Schnelligkeit aus. Denn zu Tourzeiten sind die meisten Hotels der Stadt ausgebucht, daher ist eine rechtzeitige Reservierung und Buchung anzuraten. Allerdings sind zu dieser Zeit natürlich auch die Preise vergleichsweise hoch.

Dafür kann ein Reisender in Paris Glück haben und die Sehenswürdigkeiten sind weniger überlaufen, wenn gerade der Zieleinlauf der Rennfahrer bestaunt wird. Wer sich für die Tour also nicht interessiert, hat die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu diesem Zeitpunkt fast für sich allein.

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