Archiv für die Kategorie Viertel/Arrondissements

Das 20. Pariser Arrondissement

22. Dezember 2011

Ein Großteil des 20. Pariser Arrondissements befindet sich auf dem Hügel Ménilmontant, einer der sieben Hügel, auf denen die Metropole errichtet wurde. Früher gab es hier enge Gassen, doch inzwischen hat man hier komfortable Wohnblocks gebaut.

Eine Familiengruft auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise

In diesem Pariser Bezirk ist die berühmte Sängerin Edith Piaf aufgewachsen, die alten Bewohner lieben ihr Arrondissement immer noch innig. An vielen Stellen kann man einen tollen Blick über die Stadt an der Seine genießen.

Der Friedhof Père Lachaise gehört zu den größten Attraktionen des 20. Arrondissements, denn es handelt sich vielmehr um einen großen Park als um einen Friedhof, wie wir ihn aus Deutschland kennen.

Auf dem größten Pariser Friedhof befinden sich die Gräber vieler berühmter Persönlichkeiten wie zum Beispiel Edith Piaf, Chopin, Bizet, Delacroix, Molière, Modigliani, Balzac, Doors-Sänger Jim Morrisson, Maria Callas, Simone de Beauvoir und Yves Montand.

Am Eingang des Friedhofes kann man sich einen Plan kaufen, auf dem die einzelnen Gräber verzeichnet sind. Neben den berühmten Grabstätten gibt es auch viele Skulpturen und schöne Familiengruften.

Außer dem Friedhof Père Lachaise hat das 20. Arrondissement nicht sehr viel zu bieten, was touristisch von Interesse wäre. Unter den Bistros kann man das Boeuf Gros Sel in der Rue des Grands-Champs oder Le Vieux Belleville in der Rue des Envierges empfehlen.

Sehr gut essen kann man auch in den Restaurants Le Chantefable in der Avenue Gambetta, La Mère Lachaise am Boulevard de Ménilmontand oder Aux Becs Fins, ebenfalls am Boulevard de Ménilmontand.

Wenn man Theaterstücke mag, dann sollte man sich einen Besuch im Theatre de la Colline in der Rue Malte-Brun oder im Theatre de L’Est Parsisien in der Avenue Gambetta nicht entgehen lassen.

Manchmal finden abends Konzerte im Flèche d’Or Café in der Rue de Bagnolet statt, diverse Veranstaltungen kann man in der Rue Capit Marchal im Oh 2oème besuchen.

Das 19. Pariser Arrondissement

19. Dezember 2011

Das 19. Pariser Arrondissement ist aus touristischer Sicht sehr interessant, denn hier gibt es zwei wichtiges Highlights. Dort wo sich früher die Pariser Schlachthöfe befanden, kann man heute den Parc de la Villette erblicken, zu dem auch das Technik Museum Cité des Sciences et de l’Industrie gehört.

La Geode im Parc de la Villette

In diesem Teil von Paris sind die Leute gerne unter sich und fahren höchst selten ins Pariser Zentrum, höchstens zum Einkaufen oder zu wichtigen Anlässen. Die Leute bleiben hier am liebsten unter sich und genießen eine gewisse Intimität.

Zu den Attraktionen des 19. Arrondissements gehört unter anderem der Parc des Buttes Chaumont, wo sich früher Kalksteinbrüche befunden haben. Aus dieser Zeit zeugt noch ein etwa 50 Meter hoher Felsen, der aus dem idyllischen See heraus ragt.

Wenn man sich über eine schmale Brücke wagt, dann kann man den Gipfel sogar erklimmen und eine schöne Aussicht genießen. Besonders romantisch wirkt der Park vor allem durch seine geheimnisvollen Grotten und bizarren Felsen.

Wenn man am Kanal St. Martin in Richtung Norden entlang fährt, dann erreicht man den Parc de la Villette, das die moderne Technik optimal repräsentiert. Besonders imposant ist das Museum der Wissenschaft und der Industrie, alleine seine Dimensionen sind gewaltig.

Ursprünglich wurde das Gebäude als Auktionshalle für den Schlachthof genutzt, das war in den 60er Jahren. Nachdem es zum Museum umgebaut wurde, entpuppte es sich als wahrer Besuchermagnet, mit inzwischen rund 10.000 Besuchern täglich.

Highlight des Museums ist La Geode, eine riesige Kugel mit einem Durchmesser von fast 40 Metern, die über einem Wasserbassin zu schweben scheint. Es handelt sich um ein ganz besonderes Kino, in dem 3D-Filme vorgeführt werden, so dass die Besucher sich so fühlen, als wären sie mitten im Geschehen.

Ebenfalls sehr interessant ist ein französisches U-Boot aus den 50er Jahren, das man in den 80er Jahren ausgemustert hat. Lange Wartezeiten muss man hier in Kauf nehmen, doch die Besichtigung des U-Bootes lohnt sich auf jeden Fall.

Im Cinaxe kann man sich verschiedene Kurzfilme innerhalb eines Flugsimulators ansehen. Die Filme dauern jeweils nur 15 Minuten, man sollte davor allerdings nicht unbedingt viel gegessen haben.

Sehr gut essen kann man im 19. Arrondissement unter anderem im Le Pavillon du Lac oder im Au Pavillon Puebla im Park des Buttes Chaumont, im Amel in der Rue du Plateau oder im Au Rendez-Vous de la Marin am Quai de Loire.

Das 18. Pariser Arrondissement

12. Dezember 2011

Den Mittelpunkt des 18. Pariser Arrondissements bildet der Hügel Montmartre mit seiner Umgebung. Das Gebiet des Montmartre lässt sich in drei verschiedene Regionen einteilen, den Hügel selbst, das Gebiet rund um den Boulevard Clichy und Boulevard Roche-Chouart, sowie die Rückseite des Hügels in Richtung Norden.

Die weltberühmte Basilika Sacré-Coeur thront auf dem Butte Montmartre

Wenn vom Montmartre die Rede ist, dann muss man also gut aufpassen, von welchem Teil gesprochen wird. Auf dem Butte Montmartre, hinter der berühmte Basilika Sacré-Couer, herrscht zwar stets ein reges Treiben, dennoch ist es hier oben sehr reizvoll mit wenig großstädtischem Charakter.

Die beiden großen Boulevards am Fuß des Butte Montmartre sind touristisch gesehen eher uninteressant, denn hier dominiert die Erotik mit unzähligen Etablissements, besonders um die Place Blanche und die Place Pigalle herum. Hinter dem Montmartre geht es eher ruhig zu, denn dieses Gebiet ist wenig frequentiert.

Auf dem Butte Montmartre, der früher als heidnischer Berg der Kelten galt, gibt es viele gemütliche Restaurants und Cafés mit schönen Außenbereichen. Darüber hinaus tummeln sich hier zahlreiche Künstler, vor allem Maler, von denen man sich auf Papier verewigen lassen kann.

Über eine lange Treppe kann man den Place du Tertre auf dem Gipfel des Montmartre erreichen. Man sollte sich jedoch auch einmal in die kleinen Gassen abseits des Trubels begeben, hier kann man teilweise noch das ursprüngliche Paris erleben.

Die Basilika Sacré-Coeur wurde zwischen 1876 und 1910 errichtet und ist eines der Pariser Wahrzeichen. Man kann sich bis auf die Kuppel begeben und einen herrlichen Ausblick über die Stadt genießen.

Auf dem Friedhof Montmartre befinden sich die Gräber von großen Persönlichkeiten wie Heinrich Heine, Emile Zola, Edgar Degas oder Jacques Offenbach. Wer sich für die Gräber interessiert, der kann sich am Eingang einen Plan besorgen.

Im 18. Arrondissement gibt es nicht nur viele gute Restaurants, sondern auch ein paar interessante Märkte. Dazu zählen der Flohmarkt an der Porte de Clignancourt, der Lebensmittelmarkt in der Rue Lepic, die Markthalle La Chapelle in der Rue l’Olive oder der Stoffmarkt an der Place Saint Pierre.

Rund um den Place Pigalle gibt es natürlich viele empfehlenswerte Shows, darunter das weltberühmte Moulin Rouge, das Madame Arthur, das Carrousel de Paris, das Trianon oder das Michou, in einigen gibt es amüsante Travestie-Shows.

Foto:

Das 17. Pariser Arrondissement

7. Dezember 2011

Das 17. Pariser Arrondissement ist nicht wirklich spektakulär, was Sehenswürdigkeiten angeht, denn diese sind hier nur rar. Allerdings hat man in diesem Teil von Paris eine große Auswahl an guten Restaurants, so dass sich vor allem Feinschmecker hier wohlfühlen werden.

Im 17. Pariser Arrondissement gibt es besonders viele Restaurant

Auf dem breiten Boulevard Batignolles herrscht stets lebendiges Treiben. Er beginnt an der Place de Clichy und verläuft dann nach Südwesten. Früher haben sich die Dichter Heine und Verlaine an diesem mit Kastanienbäumen gesäumten Boulevard sehr gerne aufgehalten.

Der Square des Batignolles ist nicht gerade eine der größten Attraktionen in Paris, aber es ist ein beliebter Treffpunkt der Pariser Bevölkerung. Sowohl Mütter mit ihren Kindern, als auch Rentner oder Jugendliche halten sich hier gerne auf, so dass man hier das typische Pariser Leben mitbekommt.

Ganz stark im Kontrast zu diesem Pariser Platz steht die Place de Clichy, welche die Grenze zum 18. Arrondissement mit dem Montmartre-Hügel bildet. Hier halten viele Busse an, um Touristen aus den unterschiedlichsten Ländern auszuladen, die dann zur Place Pigalle strömen.

Zu den sehenswerten Attraktionen im 17. Pariser Arrondissement gehören unter anderem der moderne Kongresspalast Centre International de Paris an der Porte Maillot, zwei Denkmäler an der Place Malesherbes sowie die Kirche St. Marie des Batignolles am gleichnamigen Platz.

Die Auswahl an Museen ist in diesem Bezirk von Paris eher klein, erwähnenswert sind zum Beispiel das Musée de l’Érotisme am Boulevard de Clichy und das Musée National Jean-Jacques Henner in der Avenue des Villiers.

Man findet in diesem Arrondissement auch ein paar originelle Märkte wie zum Beispiel Berthier am Boulevard de Reims, oder die Markthallen in der Rue Lebon und der Rue Lemercier. Wer sich fürs Theater interessiert, der sollte dem Hérbetot oder dem L’Âne Rouge einen Besuch abstatten.

Ein besonderes Vergnügen ist die Diskothek La Main Jaune in der Rue Caporal, wo man auch mit Rollschuhen unterwegs sein darf. Eine weitere Disco befindet sich mit dem Le Niel’s in der Avenue des Ternes.

Foto: © ilolab – Fotolia.com

Das 16. Pariser Arrondissement

6. Dezember 2011

Im 16. Pariser Arrondissement tummeln sich die meisten Museen der Stadt, es wird im Norden vom Place Charles de Gaulle, im Osten von der Seine und im Westen vom Bois de Boulogne begrenzt, dieser gehört jedoch zum 16. Arrondissement.

Im Palais Chaillot sind mehrere Museen untergebracht

Passy bildet den südlichen Teil des Arrondissements, und hier erlebt man Paris eher mit ländlichem Charme. Teilweise sieht man hier wahre Luxushäuser, vor allem um die Avenue Foch herum, hier muss man für eine Wohnung teilweise mehr zahlen, als für eine Villa außerhalb von Paris.

Am besten erkundet man das 16. Arrondissement von Süden nach Norden, beginnend mit einem Spaziergang durch den Stadtteil Passy, dann einem Besuch des ehemaligen Hauses von Balzac und abschließend mit dem Palais Chaillot.

Einen tollen Rundblick kann man von der Terrasse des Palais Chaillot genießen, von hier aus kann man die schönen Parkanlagen mit ihren Springbrunnen und die Seine sehen. Der Eiffelturm überragt hier natürlich alles, und im Hintergrund erhebt sich der Hügel Montmartre.

Der Place Victor Hugo ist ähnlich angeordnet, wie der Platz am Arc de Triomphe, es gehen zehn Straßen von ihm aus. Allerdings geht es hier sehr viel ruhiger zu, man kann das schöne Paris genießen, ohne das geschäftige Treiben.

Der Bois de Boulogne hat eine Gesamtfläche von acht Quadratkilometern, er besteht überwiegend aus Eichen. Er gehört zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der Pariser Bevölkerung, es ist ein Paradies für die ganze Familie mit unzähligen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten.

Zu den empfehlenswerten Museen des 16. Arrondissements gehören unter anderem das Musée Balzac in der Rue Raynouard, die verschiedenen Museen im Palais Chaillot, das Musée de la Contre-Facon in der Rue de la Faisandérie, das Musée Guimet am Place d’Iéna oder das Musée Marmottan in der Rue Louis-Boilly.

Die Liste lässt sich fortsetzen mit dem Musée de la Mode et du Costume in der Avenue Pierre I. de Serbie, dem Musée du Vin in der Rue des Eaux, dem Musée des Art et Traditions Populaires an der Route du Mahatma Gandhi, dem Musée Dapper in der Avenue Victor Hugo und dem Musée de l’Art Moderne in der Avenue du Président Wilson.

Neben den meisten Museen gibt es im 16. Arrondissement auch die meisten Märkte, darunter Amiral-Bruix am Boulevard A. Bruix, Auteuil, Gros-La-Fontaine, Point du Jour in der Avenue de Versailles und Porte Molitor am gleichnamigen Platz.

Markthallen findet man in Saint Didier an der Ecke Rue Mesnil und am Place de la Passy. In der Avenue Victor Hugo gibt es mit dem Lenôtre eine hervorragende Patisserie, in der Avenue Raymond Poincaré befindet sich La Maison du Chocolat.

Foto: © XtravaganT – Fotolia.com

Das 15. Pariser Arrondissement

24. November 2011

Touristisch gesehen ist das 15. Pariser Arrondissement eigentlich eher weniger interessant, aber es wird im Westen vom Eiffelturm und im Südosten vom Tour Montparnasse begrenzt. Das bedeutet jedoch nicht, dass es sich um einen langweiligen Bezirk handelt.

Der Eiffelturm begrenzt das 15. Arrondissement im Westen

Das typische Pariser Leben kann man hier genauso erleben, wie in allen anderen Arrondissements der französischen Metropole. Hier befindet sich zum Beispiel die längste Straße von Paris, nämlich die Rue Vaugirard, mit einer Länge von 4,5 Kilometern.

Es handelt sich keinesfalls um eine Prachtstraße, dennoch kann man hier den Pariser Alltag erleben, das Leben pulsiert in der Rue Vaugirard. Im 15. Arrondissements befinden sich ein paar interessante Museen, wie zum Beispiel das Musée Pasteur in der Rue du Dr. Roux.

Über die Geschichte der Post kann man sich im Musée de la Poste informieren, die Kunstwerke von Antoine Bourdelle, einem Schüler des berühmten Rodin, kann man im Musée Bourdelle in der gleichnamigen Straße bewundern.

Um Widerstand und Befreiung geht es im Mémorial du Maréchal Leclerc et Musée Jean Moulin im Jardin Atlantique. Besonders beeindruckend ist hier die moderne audiovisuelle Technik, ein Erlebnis für Jung und Alt.

Zu den sehenswerten Profanbauten des Arrondissements gehören die großen Hochhäuser aus Glas beim Bahnhof, in der Avenue du Maine. Diese Hochhäuser werden nur von einem der höchsten Wolkenkratzer in ganz Europa überragt: dem Tour Montparnasse.

Mit einem ultra-schnellen Lift erreicht man die Aussichtsterrasse, von wo aus man einen fantastischen Blick über die Millionenstadt hat. Auf dem früheren Werksgelände von Citroen befindet sich heute der Parc André-Citroen mit schönen Themengärten.

Zur Freizeitgestaltung mit der ganzen Familie bietet sich der nahegelegene Aquaboulevard an mit einer exotischen Badelandschaft und verschiedenen Sportangeboten. Wenn man die Allée de Cygnes entlang schlendert, erreicht man hinter der Pont de Grenelle die kleine Freiheitsstatue.

Wer gerne Schnecken isst, der sollte dem Maison de l’Escargot einen Besuch abstatten, bereits seit mehr als 100 Jahren verkauft man hier frische Schnecken. Antiquitäten kann man im Village Suisse in der Avenue de Suffren oder in der Rue Brancion erstehen.

Pariser Märkte gibt es dienstags, donnerstags und sonntags in der Rue de la Convention, mittwochs und sonntags am Boulevard de Grenelle sowie dienstags und freitags in der Rue St. Charles. Ein paar empfehlenswerte Bistros, Brasserien und Restaurants gibt es auch in dieser Gegend.

Große Events finden regelmäßig im Palais des Sports statt, wie zum Beispiel Holiday on Ice, Balett-Aufführungen oder Konzerte. Nachtschwärmer können sich auch in den Diskotheken Le Bolero, Aquarium oder L’Enfer vergnügen.

Das 14. Pariser Arrondissement

7. November 2011

Das 14. Pariser Arrondissement kann man eigentlich als Krankenhaus-Viertel bezeichnen, denn hier befinden sich acht Kliniken. Doch das Highlight ist sicher das Quartier Montparnasse, von dem sich der größte Teil in diesem Arrondissement befindet.

Vom Tour Montparnasse aus hat man einen tollen Ausblick über Paris

Bereits ab den 20er Jahren war es das typische Pariser Künstlerviertel, berühmte Maler wie Chagall oder Modigliani waren hier tätig. Auch heute pulsiert auf dem Montparnasse noch das Leben, direkt bei der Sacré Coeur gibt es Restaurants, Biergärten und unzählige Künstler und Schausteller.

Wer das typische Pariser Markttreiben erleben möchte, der sollte sich in die Rue Daguerre begeben. Hier kann man noch die alt eingesessenen Bäckereien oder Metzgereien sehen, bei vielen scheint es, als wäre die Zeit stehen geblieben.

Direkt beim Parc Montsouris befindet sich die Studentenstadt Cité Universitaire, in der rund 5.000 Studenten aus den unterschiedlichsten Ländern leben. Die Wohnanlage mit Sportanlagen ist herrlich im Grünen gelegen.

Pariser Friedhöfe kann man nicht mit deutschen vergleichen, denn es handelt sich eher um Parkanlagen. Der Friedhof Montparnasse fasziniert mit beeindruckenden und pompösen Grabanlagen, beim Schlendern wird man die Gräber vieler Berühmtheiten entdecken.

Die nur 300 Meter lange Rue de la Gaite wurde früher auch als Straße der Freude bezeichnet, denn hier gab es viele Restaurants, Theaterbühnen, Cafés und Kneipen. Im historischen Bobino starteten Stars wie Charles Aznavour oder Edith Piaf ihre große Karriere.

Heute wird die Straße vor allem von Hotels und Sex-Shops charakterisiert, alles wird vom Tour Montparnasse mit seiner Aussichtsplattform überragt. Außerdem gibt es in der Rue de la Gaite noch sechs populäre Theater.

Das Observatorium stammt aus dem 17. Jahrhundert , nach schriftlicher Anfrage kann man an einer Führung teilnehmen. Wenn sich am Place Denfert-Rocherau eine lange Menschenschlange bildet, dann herrscht reger Andrang bei den Katakomben.

20 Meter unter der Erde befindet sich ein kilometerlange Gangsystem, in welchem man die Knochen von fast sechs Millionen Menschen aufgeschüttet hat. Ein spannendes Erlebnis für Jung und Alt mit gewissem Grusel-Faktor.

Kunst- und Theaterliebhaber werden in einem der Cafe-Theater auf ihre Kosten kommen, dazu zählen das Café d’Edgar, das Théâtre Montparnasse, das Gâité Montparnasse, das Bobino, die Comédie Italienne, und das Spectacles d. Edgar. Das Tanzbein kann man im beliebten Lokal La Coupole schwingen.

Das 13. Pariser Arrondissement

7. November 2011

Im 13. Arrondissement von Paris waren früher vor allem Färbereien, Mühlen, Teppichwebereien und Gerbereien angesiedelt. Auch wenn die Architektur hier größtenteils sehr modern ist, kann man an einigen Ecken noch den Geist längst vergangener Zeiten spüren.

Im 13. Arrondissement waren früher viele Teppichknüpfereien angesiedelt

Zu den wichtigsten Profanbauten dieses Viertels gehört die Salpetriere, die unter der Regentschaft von König Louis XIII ursprünglich als Lagerhaus diente, später wurde es zum Frauengefängnis mit angeschlossener Irrenanstalt umfunkioniert, heute ist es eine große Uniklinik.

Aus den 20er Jahren stammt die Cité Universitaire, in der heute ungefähr 5.000 Studenten wohnen. In den einzelnen Gebäuden sind die Studenten je nach Herkunft untergebracht, ihnen stehen mehrere Sport- und Freizeiteinrichtungen zur Verfügung.

Mit ihrer modernen Architektur beeindruckt die Bibliothèque Nationale, die während der Amtszeit von Mitterand gebaut wurde. Insgesamt können die Lesesäle 1.600 Menschen fassen, man kann auch an einer Führung teilnehmen.

An die Zeit der Teppichknüpfer in diesem Arrondissement erinnert die Manufacture des Gobelins in der gleichnamigen Straße. Die Werkstätte stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Man kann hier nicht nur riesige Wandteppich bewundern, sondern den Angestellten auch bei der Arbeit zusehen.

Im 13. Pariser Arrondissement befindet sich auch einer der sieben Hügel von Paris, die Butte aux Cailles. Napoleon ging hier gerne auf die Jagd nach Wachteln, außerdem landete hier im Jahr 1783 der erste Fesselballon der Brüder Montgolfiere.

Dieses Arrondissement ist touristisch gesehen weniger populär, es fehlt einfach an den großen Attraktionen. Im Bistro Verdi an der Place des Alpes kann man abends bei Jazzmusik und Kerzenlicht allerlei französische Spezialitäten genießen.

Am Boulevard Arago befindet sich das Bistro Les Marroniers, in der man die gehobene französische Küche kennenlernen kann. Zu moderaten Preisen kann man im traditionellen Bistro Chez Grand’Mère in der Rue Broca speisen.

Das 12. Pariser Arrondissement

2. November 2011

Das 12. Pariser Arrondissement wird im Osten vom Bois de Vincennes begrenzt, und im Westen von der Place de la Bastille. Der Bois de Vincennes ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, der Pariser Zoo gehört zu den schönsten europäischen Tiergärten.

Im Bois de Vincennes befindet sich einer der schönsten Zoos in Europa

Im Bois de Vincennes gibt es viele Sportmöglichkeiten, Kinderspielplätze, ein See zum Bootfahren und einen botanischen Garten. Das Waldgebiet bietet viele Spazier- und Wanderwege, auf den Grünflächen machen die Pariser gerne Picknick oder relaxen einfach.

Mitten im Park befindet sich das Schloss Vincennes aus dem 14. Jahrhundert, es ähnelt eher einer Festung aus dem Mittelalter. Das von einem Graben und Wall umgebenen Schloss zählt zu den ältesten in Frankreich.

Der König Louis XV funktionierte das Schloss dann zum Staatsgefängnis um, unter anderem war hier der berühmte Marquis de Sade untergebracht. In einem Teil des Schlosses befindet sich heute das Theatre du Soleil.

Der Gare de Lyon ist an sich nicht besonders spektakulär, doch gibt es in der Schalterhalle ein paar herrliche Wandmalereien, und außerdem verfügt er über das schöne Restaurant “Le Train Bleu” im Stil der Belle-Epoque.

Ein Highlight des 12. Arrondissements ist der Parc von Bercy, indem sich nicht nur die Veranstaltungshalle Palais de Omnisports befindet, sondern auch die Cinémathèque und das Ministère des Finances.

Shopping-Fans werden sich in diesem Arrondissement auch sehr wohl fühlen, denn hier befindet sich das berühmte Kaufhaus Printemps. Am Place Aligre kann man das typische Paris erleben, denn hier gibt es einen großen Markt.

In der Markthalle werden allerhand kulinarische Köstlichkeiten angeboten, auf dem Platz findet bis auf montags jeden Tag der Floh- und Antiquitätenmarkt statt. Am Boulevard de Reuilly befindet sich mit Daumesnil die größte Pariser Markthalle.

Unter den Restaurants wären vor allem die Bistros Le Quincy und A la Biche de Bois, die Brasserien Les Grandes Marches und L’Européen sowie das Restaurant Au trou Gascon zu erwähnen. Discogänger kommen im La Plage voll auf ihre Kosten.

Das 11. Pariser Arrondissement

26. Oktober 2011

Das 11. Arrondissement von Paris ist eng mit der französischen Geschichte verbunden, denn dort, wo auch das 12. und das 4. Arrondissement angrenzen, befindet sich die Place de la Bastille.

Die Julisäule auf der Place de la Bastille im 11. Arrondissement

Die Bastille existiert zwar nicht mehr, doch kann man auf dem geschichtsträchtigen Platz noch die Grundrisse der berühmten Festung erkennen, diese wurden nämlich mit Pflastersteinen ausgelegt und sind von der Julisäule aus am besten zu sehen.

Das Gebiet rund um den Place de la Bastille hat sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm verändert. Früher lebten hier vor allem Handwerker und auch viele Menschen aus den unteren Schichten.

Als dann vor einigen Jahren die neue Opéra Bastille gebaut wurde, siedelten sich hier viele Kneipen, Galerien, Künstler und Nachtlokale an, das Viertel wurde richtig in. In einigen Bereichen findet man noch vieles, das an alte Zeiten erinnert, doch ein Großteil ist inzwischen sehr modern.

Von außen wirkt die Opéra Bastille wenig spektakulär, im Inneren erwartet Besucher dann die neueste Technik, nicht umsonst wird sie als die modernste Oper weltweit bezeichnet. Täglich finden mehrere Führungen durch das moderne Opernhaus statt.

Vom Place de la Nation aus gehen 10 Straßen in Form eines Sternes ab, in der Mitte steht eine Statue, die ursprünglich auf dem Place de la Republique stehen sollte. In der Rue du Faubourg St. Antoine gibt es viele schöne Passagen, außerdem haben sich hier viele Galerien angesiedelt.

Paralell zu dieser Straße verläuft die Rue de Lappe, in der es früher eher idyllisch zuging. Heute wird sie von der Künstlerszene dominiert, hinter der Opéra Bastille befindet sich inzwischen ein wahres Vergnügungsviertel.

Sehr beliebt bei jungen Leuten ist auch die Rue Oberkampf mit ihren vielen Kneipen und Bars. Wer das Tanzbein schwingen möchte, der sollte sich in den populären Tanzpalast Le Balajo begebe, dort verbringen Menschen jeden Alters ihre Abende.

Edith Piaf zählt zu den berühmtesten französischen Persönlichkeiten, wer sich für ihr Leben und ihre Musik interessiert, der sollte unbedingt das Musée Edith Piaf in der Rue Crespin- de-Gast besuchen, allerdings muss man sich mindestens 8 Tage vorher telefonisch anmelden.

Neben der Opéra Bastille gibt es im 11. Pariser Arrondissement noch das Théâtre de la Bastille, das Théâtre de la Main d’Or und das Genies de la Bastille. Darüber hinaus gibt es in diesem Viertel noch die Diskotheken La Chapelle des Lombards und Les Couleurs.

Foto: © Shoenberg – Fotolia.com

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