Archiv für die Kategorie Sehenswürdigkeiten

Die beiden Seine-Inseln

16. August 2011

Im Zentrum von Paris befinden sich inmitten der Seine zwei Inseln, von denen aus die Besiedlung der Stadt einst ausging. Es handelt sich um die Ile St. Louis und die Ile de la Cité, beide sind für den Tourismus enorm wichtig.

Die Kathedrale Notre Dame befindet sich auf der Ile de la Cité

Die beiden Seine-Inseln sich durch mehrere Brücken mit den Ufern verbunden, die Pont St. Louis verbindet beide Inseln miteinander. Die Ile St. Louis gehört zu den schönsten Plätzen im vierten Pariser Arrondissement.

Sie ist sehr romantisch mit ihren sechs Brücken, den hohen Bäumen an den Quais und den umherfliegenden Tauben. An der Ostspitze der Ile St. Louis gelangt man über die Pont de Sully und den Boulevard Henri IV auf direktem Weg zur Place de la Bastille.

Auf der Ile St. Louis fühlt man sich fast wie in einer anderen, kleinen Welt, denn das Ambiente wirkt hier auch sehr vornehm. Entlang der Rue St. Louis en I’lle gibt es zahlreiche Hotels, Boutiquen und Restaurants, die Seitengassen wirken sehr urig mit den Pflastersteinen und den schiefen Mauern.

Die Ile St. Louis war seit jeher eine begehrte aber teure Wohngegend, hier lebten unter anderem Molière, Voltaire, Marie Curie, Charles Baudelaire, Jean-Jacques Rousseau, Georges Pompidou und Louis de Funès.

Die Ile de la Cité ist die größere der beiden Binneninseln in der Seine. Sie ist touristisch gesehen auch noch stärker frequentiert, da sich auf ihr die weltberühmte Kathedrale Notre Dame befindet, die zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert errichtet wurde.

Diese Insel bildet den ältesten Teil der Stadt Paris, anfänglich war sie acht Hektar groß, mittlerweile hat sie eine Fläche von 17 Hektar. Insgesamt gelangt man über neun Brücken an die beiden Seineufer.

Doch auf der Ile de la Cité befindet sich nicht nur die Kathedrale Notre Dame, sondern noch einige andere Sehenswürdigkeiten Paris. So kann man zum Beispiel die frühere Königsresidenz besichtigen, welche heute als Justizpalast dient.

Direkt daran angeschlossen ist die Kirche Sainte-Chapelle, die ehemalige Palastkapelle. Ebenfalls auf der Ile de la Cité befindet sich die Conciergerie, die zeitweise als Gefängnis genutzt wurde, vor allem während der Französischen Revolution, auch Marie Antoinette und Napoléon III waren hier inhaftiert.

Auch sehr sehenswert auf der Ile de la Cité sind der königliche Place Dauphine und die Gedenkstätte Mémorial de la Déportation. Die Seine-Insel ist außerdem für ihren herrlichen Blumenmarkt berühmt, sonntags findet hier der Vogelmarkt statt.

Der Place des Vosges

3. August 2011

Zu den schönsten Plätzen in Paris gehört der Place des Vosges, auf deutsch Vogesenplatz, der sich im Viertel Marais im vierten Pariser Arrondissement befindet. Früher hieß er Place Royal, doch nach der Französischen Revolution wurde er umbenannt.

Die wunderschönen Arkaden um den Place des Vosges herum

Wenn man das Viertel Marais in Paris besucht, dann muss man den Place des Vosges unbedingt gesehen haben, denn er gehört mit Sicherheit zu den Sehenswürdigkeiten von Paris und beeindruckt durch seine fantastische Architektur und wunderschöne Gestaltung

Errichtet wurde der Platz unter der Herrschaft von König Ludwig XIII, deshalb sind auch die Brunnen im Zentrum des Place des Vosges nach ihm benannt. Die elegante Bauweise repräsentiert den klassischen französischen Stil Anfang des 17. Jahrhunderts.

Zu den besonderen Gebäuden, welche den Place des Vosges umgeben, gehört das ehemalige Haus des berühmten Autoren Victor Hugo, der unter anderem den Roman “Der Glöckner von Notre Dame” geschrieben hat.

Inzwischen ist in diesem Haus ein städtisches Museum untergebracht, welches jeden Tag zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet ist (außer montags) und keinen Eintritt kostet. Im Norden und im Süden wird der Platz von zwei Pavillons begrenzt.

Im Süden befindet sich der Königspavillon, im Norden ist der Königinnenpavillon platziert, doch leider kann man beide Paläste nur von außen bewundern. Der Bereich um den Place des Vosges herum ist ein gefragtes Wohngebiet, hier kann man durchaus auch eine Ferienwohnung Paris finden.

Hier befinden sich auch ein paar sehr beliebte und gute Hotels, wie zum Beispiel das Hotel des Chevaliers (3 Sterne) und das Hotel Pavillon de la Reine (4 Sterne). Wechselnde und empfehlenswerte Ausstellungen gibt es in der Galerie Vivendi.

Der Place des Vosges ist von herrlichen Arkaden umgeben, die zu einem Bummel einladen, und mit verschiedenen Restaurants und Cafés aufwarten. Neben der berühmten Galerie Vivendi gibt es an diesem Platz noch weitere interessante Galerien, die Kunstwerke haben allerdings einen stolzen Preis.

Im Südwesten des Place des Vosges ist tagsüber ein Tor geöffnet, durch welches man in eine wunderschöne Gartenanlage gelangt, die zum Hôtel de Sully gehört. In diesem ehemaligen Hotel ist aktuell das Museum für Fotografie untergebracht, im angeschlossenen Buchladen gibt es interessante Bücher zum Thema.

Wenn man den Garten durchschritten hat, gelangt man in einen Hof, in welchem vier Statuen die Jahreszeiten repräsentieren. Unweit des Place des Vosges befindet sich der Place de la Bastille, so dass man zu Fuß wunderbar eine Besichtigung beider Plätze miteinander kombinieren kann.

Foto: photosjcc/www.fotolia.de

Stadtrundfahrten durch Paris

2. August 2011

Um alle Sehenswürdigkeiten von Paris zu sehen, würden ein paar Tage nicht ausreichen, doch eine Paris Reise dauert in der Regel nur wenige Tage. Deshalb muss man sich meistens auf das Wichtigste beschränken, und beim ersten Aufenthalt in der Stadt der Liebe, fällt das nicht leicht.

Auch mit dem Boot kann man eine Art Stadtrundfahrt durch Paris machen

Eine gute Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit möglichst viele Sehenswürdigkeiten von Paris zu besichtigen, sind Stadtrundfahrten. Diese kann man entweder mit einem speziellen Bus machen, oder aber mit dem Boot, da sich viele Sehenswürdigkeiten am Ufer der Seine befinden.

Es gibt in Paris viele Anbieter von Stadtrundfahrten mit dem Bus, die größten sind Cityrama und ParisVision. ParisVision findet man in der Rue de Rivoli und der Rue de Auber bei der Opera, Cityrama ist am Place des Pyramides zu finden.

Diese beiden Veranstalter bieten nicht nur normale Stadtrundfahrten an, sondern auch Ausflüge ins Pariser Umland und zu weiter entfernten Attraktionen oder abendlichen Veranstaltungen.

Weitere Informationen erhält man im Office du Tourisme auf den Champs Elysées oder auch an vielen Hotelrezeptionen. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass solche Rundfahrten nicht gerade billig sind.

Die Veranstalter Les Cars Rouges und Paris – L’Open Tour bieten Fahrten in offenen Doppeldecker-Bussen an, und zwar auf verschiedenen Routen. Man kann an jeder beliebigen Haltestelle aus- und zusteigen und ohne zusätzliche Kosten in eine andere Richtung fahren.

Die Haltestellen erkennt man an den roten oder gelben Schildern, dort findet man auch Informationen über die einzelne Routen und die entsprechenden Fahrpläne. Die Fahrten mit diesen Doppeldeckerbussen sind wesentlich günstiger und ermöglichen eine individuellere Planung.

Eine besondere Form der Stadtrundfahrt ist eine Bootstour auf der Seine, hier sind vor allem die Bateaux Mouches bekannt, die an der Pont d’Alma an- und ablegen. An der Pont Neuf starten die Vedettes du Pont Neuf und beim Eiffelturm kann man die Bateaux Parisiens entern.

Am Port de Bercy liegen die Boote der Marina de Bercy, auch damit lassen sich Bootstouren machen. Die Veranstalter befahren die Seine auch abends, dann gibt es eine romantische Lichterfahrt. Es gibt abends auch spezielle Touren mit Musik und einem schönen Diner.

Das Centre Pompidou

2. Februar 2011

Im Pariser Viertel Les Halles befindet sich das Centre national d’art et de culture Georges Pompidou, das den meisten nur als Centre Pompidou bekannt ist. Das Kulturzentrum wirkt sehr futuristisch und ist ein Anziehungspunkt für die Pariser und Touristen.

Das Centre Pompidou in Paris am Abend

Benannt wurde das Pariser Kulturzentrum nach dem früheren französischen Staatspräsidenten Georges Pompidou, der es im Jahr 1977 eröffnete. Die Architektur ist sehr außergewöhnlich mit außen herum verlaufenden Rohren und Rolltreppen.

Die ganzen Elemente zur Versorgung des Centre Pompidou wie Belüftung, Strom und Wasser wurden ganz bewusst nach außen verlagert, damit man die Innenwände ganz nach Belieben gestalten und sogar verschieben kann. Die einzelnen Farben markieren die verschiedenen Versorgungssysteme, sind also ganz bewusst gewählt.

Auf dem Platz vor dem Centre Pompidou herrscht immer reger Betrieb, denn hier halten sich zahlreiche Artisten, Musiker und Maler auf, außerdem gehört der farbenfrohe Strawinsky-Brunnen zu den Sehenswürdigkeiten dieses Viertels.

Im Musée National d´Art Moderne gibt es verschiedene Sammlungen der zeitgenössischen und modernen Kunst, darunter auch Werke von Chagall, Matisse oder Picasso. Es gibt Exponate aus den Bereichen Kino, Design, Fotografie, Skulpturen, neue Medien, Architektur und Malerei.

Im Centre Pompidou gibt es immer wieder hochkarätige wechselnde Ausstellungen, die zahlreiche Besucher anziehen. Vom Dachcafé des Kulturzentrums aus kann man einen herrlichen Blick über Paris genießen. Mit jährlich mehr als acht Millionen Besuchern gehört das Kulturzentrum zu den größten Attraktionen der Stadt.
Das Centre Pompidou in Paris hat jeden Tag, außer dienstags, von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Den Besuchern steht auch eine riesengroße Bibliothek zur Verfügung. Ein besonderes Erlebnis ist eine Fahrt auf der Rolltreppe durch die gläsernen Röhren.

Der Jardin des Plantes in Paris

6. Oktober 2010

Der Jardin des Plantes ist der rund 23 Hektar große Botanische Garten der Stadt Paris. Der im Jahr 1626 angelegte Garten befindet sich im 5. Pariser Arrondissement.

Im Jardin des Plantes werden Pflanzen aus verschiedenen Regionen gezeigt

Im Jardin des Plantes werden Pflanzen aus verschiedenen Regionen gezeigt

Im Grunde wurde die Parkanlage unter König Ludwig XIII als Heilpflanzengarten von verschiedenen Pariser Ärzten angelegt. Einige Zeit später wurde dann noch eine Schule für Botanik und Pharmazie eröffnet, denn die Sammlung an Pflanzen wurde immer größer.

Im Jahr 1650 entschloss sich der König dann, denn Park zur öffentlichen Gartenanlage zu erklären, damit auch sein Hofstaat ihn nutzen konnte.

Später ließ Georges Louis Leclerc de Buffon den Garten dann umgestalten, er orientierte sich dabei teilweise an der französischen und teilweise an der englischen Landschaftsarchitektur.

Nach der Französischen Revolution wurden dann die Tiere, die zuvor in Versailles gehalten wurden, in die Parkanlage in Paris gebracht, so dass ein Zoo entstand. Der Park erhielt dann auch den Namen Musée d’Histoire Naturelle.

Der Jardin des Plantes gehört zum staatlichen Forschungs- und Bildungsinstitut für Naturwissenschaften, was auch an den zahlreichen Ausstellungsgebäuden auf dem Gelände zu sehen ist.

Durch den kleinen Zoo, wird ein Besuch der Parkanlage auch für Familien mit Kindern attraktiv. Die Naturforscher sollten die Tiere seinerseits zum Ausstopfen erhalten. Sie ließen die Tiere jedoch leben und integrierten einen kleinen Zoo in den Botanischen Garten.

In der Anlage befinden sich auch vier historische Gewächshäuser, die kürzlich nach längerer Renovierung wieder für die Öffentlichkeit geöffnet wurden. Hier werden exotische Pflanzen aus verschiedenen Erdteilen und den unterschiedlichsten Klimazonen präsentiert. Der Jardin des Plantes war im 19. Jahrhundert der erste Botanische Garten auf der ganzen Welt.

Rue Cuvier, Métrostation Jussieu

Foto: foxytoul/www.fotolia.com

Das Grand Palais als Ausstellungsgebäude

5. Oktober 2010

Beim Grand Palais handelt es sich nicht um einen Palast, sondern um ein großes Ausstellungsgebäude, welches anlässlich der Weltausstellung im Jahr 1900 errichtet wurde. Es befindet sich gebenüber des Invalidendoms an der Pont Alexandre III.

Das Grand Palais wird hauptsächlich für Ausstellungen genutzt

Das Grand Palais wird hauptsächlich für Ausstellungen genutzt

Das Grand Palais spiegelt die Belle Epoque wunderbar wieder. Heute finden in dem großen Gebäude wechselnde Ausstellungen von unterschiedlichen Pariser Museen statt. Direkt daneben befindet sich das Petit Palais, in welchem ein Museum untergebracht ist.

An der Stelle des Grand Palais stand früher der so genannte Industriepalast, der einst für die Weltausstellung im Jahr 1855 gebaut wurde. Als Paris dann für die Weltausstellung im Jahr 1900 erneut den Zuschlag erhielt, wurde binnen drei Jahren das Grand Palais errichtet, um in erster Linie Sinnbild für die französische Kunst zu sein und diese würdig zu repräsentieren.

Das imposante Gebäude hat eine Länge von rund 240 Metern und eine Höhe von bis zu 44 Metern. Es wurde im Stil des klassizistischen Barocks errichtet und verfügt über mehrere Flügelbauten, in denen sich die Eingänge befinden.

Das Hauptportal befindet sich direkt an der Avanue Winston Churchill, im Innern des Bauwerkes stehen über 5.000 Quadratmeter Fläche für verschiedene Ausstellungen zur Verfügung.

In einem Teil des Bauwerkes ist heute eine Polizeistation untergebracht, außerdem beherbergt es seit einigen Jahren das Museum für Wissenschaft, in diesem Jahr wurde sogar ein Reitturnier im Grand Palais veranstaltet.

3 avenue du Général Eisenhower, Métrostation Champs-Élysées-Clemenceau
Internet: www.grandpalais.fr

Öffnungszeiten: Täglich außer Dienstag von 10 bis 20 Uhr, Mittwoch bis 22 Uhr

Foto: Bruce Bennett/www.fotolia.com

Die Kirche Saint-Germain-des-Prés

5. Oktober 2010

Die Kirche Saint-Germain-des-Prés, im gleichnamigen Pariser Stadtteil, ist ein Überbleibsel der ehemaligen Abtei. Bereits im Jahr 557 wurde an dieser Stelle eine Abtei gegründet, welche im 9. Jahrhundert von den Wikingern niedergebrannt wurde.

Die Kirche Saint-Germain-des-Prés im 6. Arrondissement

Die Kirche Saint-Germain-des-Prés im 6. Arrondissement

Im 10. Jahrhundert entstand eine neue Abtei, welche im Jahr 1792 zerstört wurde. Lediglich die Kirche blieb erhalten. Die heutige Kirche Saint-Germain-des-Prés enthält Bausubstanz aus der Zeit zwischen dem 11. und 17. Jahrhundert.

Bis ins 17. Jahrhundert hinein, wurden in dem Sakralbauwerk zahlreiche berühmte Persönlichkeiten beigesetzt, wie zum Beispiel Angehörige der berühmten Familie Bourbon oder der französische Philosoph René Descartes.

Benannt wurde die Kirche nach einem Bischof, der im 6. Jahrhundert lebte, er verwaltete lange Zeit die ehemalige Abtei. Die Kirche Saint-Germain-des-Prés gehört zu den ältesten Kirchen in Paris und ist wirklich einen Besuch wert. Die schöne Kirche umfasst sowohl Elemente im Stil der Frühgotik als auch spätromanische Elemente.

Besonders beeindruckend sind der Chor aus dem Mittelalter und die Wandmalereien im Inneren des Bauwerkes, welche allerdings aus dem 19. Jahrhundert stammen. In der Kirche Saint-Germain-des-Prés kann man sich auch über die Geschichte der ehemaligen Abtei informieren. In dem beeindruckenden Sakralbauwerk finden regelmäßig klassische Konzerte statt.

Mit dem Besuch der Kirche kann man auch einen Bummel durch den gleichnamigen Pariser Stadtteil verbinden. Hier gibt es viele gemütliche  Cafés und Bistros, außerdem kann man zahlreiche Villen und schöne Gartenanlagen bewundern. Hier lebten früher einige sehr berühmte französische Schriftsteller, wie zum Beispiel Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir oder Albert Camus.

3 Place Saint-Germain-des-Prés, Métrostation Saint-Germain-des-Prés

Foto: ParisPhoto/www.fotolia.com

Das Château de Vincennes

4. Oktober 2010

Am Rand des Waldgebietes Bois de Vincennes, im gleichnamigen Pariser Vorort, liegt ein wunderschönes Schloss, das Château de Vincennes. Der beeindruckende Wohnturm hat eine Höhe von 50 Metern, und das gesamte Schloss ist von einer Mauer und einem Wassergraben umgeben.

Das Chateau de Vincennes mit seinem Wohnturm

Das Chateau de Vincennes mit seinem Wohnturm

Das Chateau de Vincennes wurde im Jahr 1373 fertiggestellt, im 17. Jahrhundert kamen dann noch die Pavillons des Königs und der Königin hinzu. Die königliche Residenz zählt zu den wichtigsten Schlössern in ganz Frankreich und dienste später auch als Gefängnis, wo unter anderem der Marquis de Sade und Diderot einsaßen.

Die Lage des Schlosses, etwas außerhalb des Stadtzentrums, wurde ganz bewusst gewählt, denn gerade in Krisenzeiten sollte die Residenz den französischen Königen und den Mitgliedern der Regierung ausreichend Schutz bieten. Als König Ludwig XIV mit seinem kompletten Hof ins Schloss von Versailles umgezogen war, konnte das Chateau de Vincennes für militärische Zwecke genutzt werden.

Das gesamte Schloss mit seinen Pavillons, dem Wohnturm und der Kapelle kann man täglich im Rahmen einer Führung besichtigen. Zur Zeit sind dort auch einige Ministerien der französischen Regierung untergebracht. Am besten ist das Schloss mit der Metrolinie Nr. 1 zu erreichen.

Dem Schloss angeschlossen ist der Bois de Vincennes, der früher als Jagdgebiet der Könige diente und inzwischen wie ein Englischer Garten angelegt ist. Heute ist er ein äußerst beliebtes Naherholungsgebiet der Pariser Bevölkerung, denn mit seinem Zoo, den drei Seen und vielen Rad-, Wander- und Reitwegen bietet er viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Mitten in der weitläufigen Parkanlage befindet sich auch das Theater La Cartoucherie, das für seine avantgardistischen Vorstellungen bekannt ist.

Avenue de Paris, Métrostation Porte de Vincennes
Internet: www.chateau-vincennes.fr

Öffnungszeiten: Im Winter von 10 bis 17 Uhr und im Sommer von 10 bis 18 Uhr

Der geschichtsträchtige Place de la Bastille

4. Oktober 2010

Der Place de la Bastille ist ein sehr geschichtsträchtiger Platz, da sich gleich daneben zwischen 1383 und 1790 die berühmte Bastille befand, welche während der Französischen Revolution zerstört wurde. In der Mitte des Platzes steht, zur Erinnerung an die Julirevolution im Jahr 1830, die Julisäule.

Die Julisäule auf dem Place de la Bastille

Die Julisäule auf dem Place de la Bastille

Heute sieht man von der berühmten Bastille gar nichts mehr, auf dem Platz herrscht stets ein reges Treiben. Die Bastille wurde zwischen den Jahren 1370 und 1382 von Karl V. in Auftrag gegeben, die Julisäule, die so genannten Colonne de Juillet, markiert heute den ehemaligen Standort des Gebäude.

Unter der Herrschaft von Ludwig XII, funktionierte der berüchtigte Kardinal Richelieu die Bastille dann zum Staatsgefängnis um, hier konnten auf Befehl des Königs Gefangene untergebracht werden. Beim Volk war das Gebäude natürlich verhasst, und der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 stellte den Beginn der Französischen Revolution dar.

Nach der Revolution wurde das Gebäude vernichtet, aus den Steinen baute man die Brücke Pont-de-la-Concorde. Im Jahr 1840 errichtete man dann die Julisäule, um der Opfer der Revolution im Jahr 1830 zu gedenken. Seit dem Jahr 1989 befindet sich hier die neue Pariser Oper. Für die Pariser und auch Touristen ist der Platz ein sehr beliebter Treffpunkt, hier finden auch regelmäßig Veranstaltungen, wie zum Beispiel Konzerte statt.

Heute zählt das Gebiet rund um den Place de la Bastille zu den In-Vierteln der Stadt Paris, denn während hier früher vor allem Handwerker und Arbeiter wohnten, siedelten sich in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr Kneipen, Lokale und Kunstgalerien an.

Métrostation Bastille

Foto: davido/www.fotolia.com

Der Place du Tertre

4. Oktober 2010

Der Place du Tertre befindet sich auf dem Hügel Montmartre unweit der berühmten Kirche Sacré-Coeur.

Der Place du Tertre auf dem Hügel Montmartre

Der Place du Tertre auf dem Hügel Montmartre

Es ist vor allem das Zentrum der Künstler, denn bereits sehr früh liesen sich im Stadtteil Montmartre Künstler nieder. So können sich Touristen auf dem Platz zeichnen oder karikaturieren lassen, um ein schönes Andenken an den Aufenthalt in Paris zu haben.

Hier sitzt bei schönem Wetter eine Vielzahl an Künstlern, jeder davon hat seinen ganz eigenen Stil, so dass man sich in Ruhe die einzelnen Werke betrachten kann, bevor man sich für einen davon entscheidet.

Für solch einen recht kleinen Platz, ist auf dem Place du Tertre immer sehr viel los, so dass es meistens ein dichtes Gedränge gibt. Dennoch versprüht dieser Platz einen ganz besonderen Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Auch wenn die Außenbereiche der Restaurant und Cafés meistens überfüllt sind, herrscht hier eine gewisse Gemütlichkeit und Gelassenheit.

Natürlich ist der Place du Tertre heute fast ausschließlich vom Tourismus geprägt, mit der einstigen Künstlerkolonie hat das nicht mehr viel zu tun. Dennoch sollte man die Atmosphäre hier auf sich wirken lassen und sich etwas Zeit nehmen, die Werke der einzelnen Künstler zu betrachten.

Am Place du Tertre gibt es außerdem viele gemütliche Restaurants und Cafés, wo man im Sommer auch draußen auf dem Platz sitzen kann. Die meisten Gebäude rund um den Platz stammen noch aus dem 18. Jahrhundert.

Bei einem Sprachurlaub in Frankreich sollte man sich auf jeden Fall Zeit nehmen, um das Gebiet rund um den Place du Tertre zu erkunden.

Métrostationen: Anvers, Abbesses, Pigalle, Lamarck Caulaincourt

Foto: hassan bensliman/www.fotolia.com

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