Neue Projekte: Napoleon-Park und grüner Eiffelturm?
25. April 2012
Paris ist ein beliebtes Reiseziel für Tourist aus aller Welt. Das liegt in erster Linie an den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und der faszinierenden Geschichte Frankreichs. Momentan plant man zwei weitere spektakuläre Projekte, so dass Paris bald um zwei Attraktionen reicher sein könnte.
Bei den beiden Projekten handelt es sich momentan allerdings lediglich um Pläne, deren Umsetzung noch nicht sicher ist. Dennoch möchten wir heute einen Blick auf das werfen, was uns in Zukunft in der französischen Metropole erwarten könnte.
Ein Napoleon-Park von den Toren der Stadt
Das Disneyland lockt jedes Jahr unzählige Touristen nach Paris, warum sollte man nicht etwas Ähnliches in einem Vorort von Paris erschaffen? Der Politiker Yves Jégo träumt bereit seit Längerem davon, einen historischen Themenpark zu Ehren von Napoléon zu errichten.
Napoléon ist die wohl berühmteste Person in der Geschichte Frankreichs, der Feldherr und Kaiser ist faszinierend und umstritten zugleich. In dem Park möchte der Franzose an die Geschichte und die vielen Reisen des Monarchen erinnern, sein Leben und Wirken soll wieder lebendig werden.
Trotz aller geschichtlicher Hintergründe, soll vor allem der Spaß für die ganze Familie im Vordergrund stehen. Auf einer Fläche von etwa 100 Hektar möchte Jégo ein außergewöhnliches Projekt verwirklichen, in welches rund 250 Millionen Euro investiert werden soll.
Der Park soll Napoléon jedoch nicht nur als Helden darstellen, sondern auch die negativen Zeiten dieser Ära präsentieren, denn immerhin verloren über drei Millionen Menschen ihr Leben während seiner Feldzüge, die Sklaverei wurde wieder eingeführt.
Bei der Umsetzung möchte man sich möglichst genau an die historische Wahrheit halten, den Humor dabei jedoch nicht aus den Augen verlieren. Geplant ist der Park in dem Ort Monterau-Fault-Yonne, wo Jégo momentan als Bürgermeister fungiert.
Dieser Ort befindet sich etwa eine gute Stunde von Paris entfernt, unterstützt werden soll das Bauvorhaben auch von der französischen Tourismusbehörde. Hier feierte Napoléon im Jahr 1814 seinen letzten Sieg, bevor er als französischer Kaiser abgesetzt wurde. Ihm zu Ehren wurde in Monterau auch ein Denkmal errichtet.
Am 200. Jahrestag dieser Schlacht, nämlich im Februar 2014, soll mit dem Bau des gigantischen Themenparks begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2017 geplant. Man darf also gespannt sein, was aus den Plänen in den nächsten Jahren werden wird.
Eine Begrünung des Eiffelturms?
Es gibt noch ein weiteres spektakuläres Projekt, das ein Ingenieurbüro gerne in Paris umsetzen würde. In den großen Metropolen der Welt kommt die Natur häufig zu kurz, deshalb möchte man in Paris das Öko-Image ein wenig aufpolieren.
Im Büro der Ingenieure gibt es bereits ein Modell des Vorhabens zu bewundern, nämlich ein fast zwei Meter hohes Modell des begrünten Eiffelturms. Die Angestellen beschäftigen sich jetzt bereits seit 12 Monaten mit diesem Projekt, das Konzept ist mittlerweile ausgereift.
Bei seiner Fertigstellung Ende des 19. Jahrhunderts war der Eiffelturm ein Symbol für moderne Technologien und die Industrialisierung. Nachhaltigkeit und Ökologie sind jedoch die Themen, welche die Welt momentan beschäftigen, deshalb möchte man auch in diese Richtung ein Zeichen setzen.
Die Zeiten haben sich also verändert, die Natur soll wieder mehr in den Vordergrund rücken, und das möchte man mit mehr als 500.000 Pflanzen, die sich um den Eiffelturm ranken, auch demonstrieren.
Diese “hängenden Gärten” sollen den Menschen, der Welt, der Umwelt und der Luft zugute kommen. Da der Eiffelturm über keine Mauern verfügt, sondern komplett aus Metall besteht, muss man sich ein besonderes Konzept überlegen, damit die Pflanzen auch existieren können.
Nach reiflichen Überlegungen hat man sich für eine Idee entschieden, die so genial wie schlicht ist. Klimafreundliche Hanfseile möchte man um das Metall-Gerüst des Turmes schlingen, und daran dann Jutetaschen anbringen, die mit einem Substrat aus Ton befüllt werden.
Dieses Material ist zum einen sehr leicht und kann zum anderen das Wasser optimal speichern.
Allerdings müsste man auch Gummischläuche verlegen, um die Pflanzen mit Wasser und Dünger zu versorgen, das würde ein Gewicht von etwa zwölf Tonnen bedeuten. Berechnungen haben allerdings gezeigt, dass der Eiffelturm das zusätzliche Gewicht auf jeden Fall tragen kann.
Für die Bepflanzung hat man sich für 60 verschiedene Pflanzenfamilien entschieden, weiter oben müssen die Pflanzen robust und unempfindlich gegenüber Wind sein, weiter unten sollen sie schön üppig blühen.
Finanzieren möchte man das Projekt in Paris mit der Hilfe von privaten Sponsoren, die eine Summe von knapp 70 Millionen aufbringen müssten. Diese möchte man allerdings gerne in das Vorhaben investieren, um Paris in Zukunft auch als Metropole des Umweltschutzes feiern zu können.
Momentan stehen noch zwei Genehmigungen aus, es ist noch nicht sicher, ob das Projekt auch umgesetzt werden kann. Falls es mit dem Eiffelturm nicht klappen sollte, möchten die Ingenieure ihren Traum vom grünen Paris jedoch nicht aufgeben, sondern ein anderes Objekt für ihr Vorhaben suchen.
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