Asiatische Luxushotels zieht es nach Paris
28. September 2010
In Paris gibt es eine ganze Reihe von Luxushotels, und bisher laufen diese auch ganz ausgezeichnet, sind immer sehr gut ausgelastet. Doch das könnte sich in den nächsten Monaten durchaus ändern, denn die asiatischen Hotels haben die Stadt an der Seine für sich entdeckt.

Für die Pariser Luxushotels könnten schwere Zeiten anbrechen
Der Sommer war für die Hotels in Paris außergewöhnlich erfolgreich, denn schon lange konnte man nicht mehr so viele Buchungen verzeichnen. Zu den noblen Herbergen der Metropole zählen unter anderem das Ritz, das Bristol, das Meurice, das Plaza Athénée, das George V und das Crillon.
Doch für die kommenden 18 Monate ist die Eröffnung von vier neuen Luxushotels in Paris geplant, die Asiaten könnten die Preise in der Stadt ziemlich nach unten drücken. Vor allem die asiatischen Hotelgruppen Raffles und Shangri-La werden den französischen Hotelbetreibern künftig den Kampf ansagen.
Das Hotel Royal Monceau wurde von der Hotelkette Raffles aus Singapur aufgekauft und umfassend renoviert, um es dann Ende Oktober neu zu eröffnen. Ende des Jahres 2010 steht dann mit dem Shangri-La ein weiteres asiatisches Nobelhotel in den Startlöchern.
Auch in den kommenden Monaten und Jahren wird es munter weiter gehen, im Jahr 2011 wird das Mandarin Oriental folgen, im darauffolgenden Jahr dann das Peninsula. Neben der Bretagne und dem Gebiet entlang der Loire ist Paris bei Touristen mit am gefragtesten.
In ganz Paris werden dann rund 2.000 luxuriöse Hotelzimmer zur Verfügung stehen, momentan sind es noch rund 1.100. Experten sind sich einig, dass man nicht ausreichend gut betuchte Gäste an die Seine locken kann, um die zusätzlichen Kapazitäten auch auszunutzen.
Ein Unternehmensberater hatte ausgerechnet, dass ein Luxushotel in Paris eine Auslastungsrate von mindestens 60 Prozent haben muss, um einen Gewinn einzufahren. Die Asiaten könnten durchaus den Markt in Paris kaputt machen, wenn sie die bisherigen Zimmerpreise deutlich unterbieten.
Für Besucher der Stadt hat dieser neue Konkurrenzkampf natürlich positive Folgen, denn zum einen werden die Preise vermutlich eher sinken, und zum anderen werden die Hotels aufwändig renoviert, um mit den neuen Anbietern mithalten zu können.
Foto: TMAX/www.fotolia.com
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